Dornenkronenseestern

 

Dornenkronenseestern


|Crown of Thorns Starfish|

Durch sein gelegentliches Massenauftreten und der Fähigkeit, wie eine Invasion, Steinkorallen zu befallen und zu "fressen", wird diesem Meeresbewohner besorgte Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser Seestern verfügt über sehr lange und kräftige Stacheln [bis 5cm lange Kalkstacheln] die mit giftigen Drüsengewebe [Proteingift] überzogen sind.
Der Durchmesser beträgt ca. 30-40cm mit bis zu 20 Armen. Bei einer Verletzung reißt die Gewebehülle auf und das Gift gelangt in den Körper, was zu äußerst schmerzhaften Wunden führt. Bei mehreren Stichverletzungen kann es zu Übelkeit und Kreislaufproblemen kommen, ansonsten klingen die Schwellungen und Rötungen nach einigen Stunden wieder ab. Alle leicht entfernbaren Stachelreste sollten herausgezogen werden, [Wunde desinfizieren!] alle komplizierten müssen von einem Arzt entfernt werden um Gewebswucherungen zu vermeiden!

Es gibt nur einen natürlichen Feind der Dornenkrone, nähmlich das Tritonshorn, welches aber durch unverantwortliche Souvenierjäger stark an Population verliert.


 

Symptome

Der Stich eines Stachels wirkt intensiv schmerzhaft und verursacht Schwellungen (Ödeme), Rötungen mit einem dunkelblauen Zentrum (Erythem) sowie ein Wärme- und Taubheitsgefühl. Stiche von zehn oder mehr Stacheln können zum Erbrechen führen, das für ein paar Stunden oder sogar für mehrere Tage anhalten kann. Wenn das Opfer mehrere Wunden erlitten hat, dann treten Juckreiz und Anschwellen sowie Erstarren der Gliedmaßen auf. Entwickelt sich eine Infektion in der punktierten Wunde, dann schwellen die Lymphknoten in der Leistengegend und in den Armgruben an. Oft brechen bei einem Stich die Stachelspitzen ab und verbleiben in der Wunde, was zu Komplikationen für Wochen oder sogar für Monate führen kann. Eine Stachelspitze im Finger kann dazu führen, dass Schwellungen und Steifheit eintreten, verursacht durch das Wachstum der Granulierung des Gewebes, typisch für eine Fremdkörper-Reaktion. In schweren Fällen können knochenzerstörende Prozesse (osteolytisch) die Gelenkknorpel angreifen, was meistens eine Operation erfordert.

Behandlung

Jede eingebettete Stachelspitze ist ein chirurgischer Notfall und sollte sofort behandelt werden. Die meisten Meeresgifte werden durch moderate Wärme zerstört. Wenn möglich, sollte die Wunde mit 50 Grad Celsius heißem Wasser ausgespült werden. Danach muss die Wunde gründlich gereinigt und desinfiziert werden und um eine erneute Infektion zu verhindern, ist unbedingt eine Tetanus-Impfung erforderlich.

 

         

 

 

 

Quelle:    www.tierdoku.com

Photo:     www.tierdoku.com und www.wikipedia.org